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Monat: August 2025

Vom Versuch nicht „verrückt“ zu werden – Teil 22: Überinterpretation

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Es ist später Abend und ich sitze an meinem Wohnzimmertisch mit einem Glas Wasser in den Händen. Meine Hände zittern. Ich fühle mich aufgekratzt und von mir selbst genervt. Der Grund ist, dass ich eigentlich einen schönen Abend mit Freunden verlebte, doch irgendwann kam der Moment, in dem plötzlich ein Wort das andere gab und ein großer Streit entbrannte. Ein Streit, der so weit eskalierte, dass wir uns nur noch anschrieen, bis ich schließlich aufstand und ging.
Ich ging nach Hause und versuchte, etwas Schlaf zu finden, doch der Schlaf wollte sich nicht einstellen, zu aufgekratzt war ich. Also stand ich wieder auf und setzte mich an den Wohnzimmertisch, mit einem Glas Wasser, um vielleicht so zur Ruhe zu kommen.

Vom Versuch nicht „verrückt“ zu werden – Teil 21: Spiritualität

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das Davonrennen vor meinen Gedanken führte dazu, dass ich mich mehrere Tage komplett verausgabte und mir jetzt all meine Muskeln schmerzen, so dass ich kaum noch aufzustehen vermag. Was tun? Irgendwelche Filme oder Serien schauen? Nicht mein Ding. Eine Zeitung lesen? Keine Lust. Ich lasse meinen Blick über mein Comic- und Manga-Bücherregal streifen. Er bleibt beim Manga „Shaman King“ hängen, meinem einstigen Lieblingsmanga. Ich greife nach dem ersten Band und überlege, wann ich ihn das letzte Mal gelesen habe. Es ist sicherlich schon eine Dekade her. So lege ich mich auf mein Sofa und beginne zu lesen.

Vom Versuch nicht „verrückt“ zu werden – Teil 20: Personenkulte und der Kampf zwischen dem Individuum und der Allgemeinheit

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Ich bin mit einem Freund und seiner Tochter spazieren. Die Tochter kenne ich seit zehn Jahren, also knapp nach ihrer Geburt, als sie noch von ihren Eltern im Kinderwagen durch die Gegend geschoben wurde, da sie nur so verlässlich einschlief. Bei einer Pause sagt das Mädchen, dass ihr Vater daran denken solle, dass er ihr versprochen habe, auf dem Rückweg noch mit ihr einkaufen zu gehen. Sie spricht von Produkten, die ich nicht kenne, woraufhin ich ihren Vater danach frage. Auf meine Frage hin meint er, dass das Produkte einer Influencerin seien, die seine Tochter gerade als Idol verehrte. Den Namen der Influencerin, den er nannte, hatte ich noch nie gehört, und als ich das zum Ausdruck bringe, schaut mich das Mädchen skeptisch an und fragt, ob ich die letzten Jahre unter einem Stein gelebt hätte.

Vom Versuch nicht „verrückt“ zu werden – Teil 19: Eine Nacht im dunklen Wald

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Während ich auf der Burgruine war, hatte ich die Zeit vergessen, sodass bereits die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Doch nicht nur das. Um meine Gedanken zu beruhigen, hatte ich ruhige Musik gehört, sodass mein Smartphone ausging, was auch der Grund dafür war, aus meinen Gedanken aufzutauchen und die vorgerückte Stunde zu bemerken.
Also los. Erst relativ zügig und dann, mit abnehmender Helligkeit, immer langsamer und auf jeden Schritt bedacht, mache ich mich auf den Rückweg.
Da ich keine Musik oder ein Hörbuch mehr hören kann, um meine Gedanken zu beruhigen, beginnen sie zu wandern.

Vom Versuch nicht „verrückt“ zu werden – Teil 18: Von Liebe, Romantik und Sexualität

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Los, noch fünf Kilometer wandern. Los, noch mehr verausgaben, damit die Gedanken endlich verstummen. Los, weiter.
Jetzt stehe ich auf einer Burgruine, auf einem Berg, und schaue ins Tal hinab. Die Menschen und Städte liegen so klein vor mir. Ich atme langsam ein und wieder aus. Mein Puls kommt zur Ruhe. Ich schaue auf meine Smartwatch und stelle fest, dass ich bereits 34 Kilometer gelaufen bin.

Vom Versuch nicht „verrückt“ zu werden – Teil 17: Dunkle Geheimnisse

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Gefährliche Worte erzählte sie dir,
etwas davon weckte meine Gier,
heimlich wollte sie es nicht länger halten,
endlich ein neues Leben gestalten,
in dem du ihr Absolution gäbest,
mit ihrem Geheimnis in der Brust fortan lebtest.

Hoffentlich hält das deine Moral aus,
auf jeden Fall kommst du aus dem Dilemma nicht raus,
lieber hätte sie es dir nie erzählt,
tagein, tagaus, etwas, das dich quält.
Ein Geheimnis von dunkler Gestalt,
nun hast du sie aber auch in deiner Gewalt.

Vom Versuch nicht „verrückt“ zu werden – Teil 16: Ein schlechter Morgen

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Ich wache auf. Mein Kopf brummt und mir ist schlecht. Ich schaue auf die Uhr und stelle fest, dass es eigentlich Zeit wäre, aufzustehen. Doch ich kann mich nicht dazu aufraffen und denke, dass es ein guter Tag wäre, einfach einmal liegenzubleiben und die Welt, Welt sein zu lassen.