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Monat: Dezember 2019

Einsame Seelen

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Sie streifen unbemerkt umher. Tagtäglich begegnet man ihnen und merkt es doch häufig nicht. Man sieht sie und nimmt sie doch nicht wahr. Es sind einsame Seelen, die wie du und ich aussehen und in den gleichen Städten und Dörfern leben. Es sind traurige Gestalten, die ihre wahren Gedanken und Gefühle hinter Masken verbergen und häufig nach außen Freude zur Schau tragen. Doch trotz der zur Schau gestellten Freude spüren sie in ihren Herzen nur Einsamkeit und Trauer. Die einsamen Seelen sind Menschen, die man seltenst wahrnimmt und denen man sich noch seltener annimmt. Man lässt diese Menschen und das, was sie repräsentieren, links liegen, da man sich und sein eigenes Leben nicht belasten möchte. Man denkt, Unwissenheit schützt das eigene Glück und das eigene Gewissen.

Eine Nacht unterm Sternenhimmel

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Es war Dezember und wir waren im Nachbarort auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Auf den Weihnachtsmarkt blieben meine Freundin und ich dann länger als gedacht, so dass wir uns, als bereits die Nacht hereingebrochen war, zu Fuß auf den Nachhauseweg machten. Wir gingen zu Fuß, da es bereits so spät war, dass keine Züge mehr fuhren.
Wir liefen los und ließen sowohl den Weihnachtsmarkt, als auch den Ort hinter uns. Unser Nachhauseweg führt uns, auf einem Rad- und Wanderweg, durch verschiedene Felder und ein Waldstückchen. Der Weg war zwar nicht beleuchtet, wodurch wir durch die dunkle Nacht liefen, doch war dies der kürzeste Weg und wir hatten die Hoffnung, wenn wir ihn zügig begingen, in etwa einer Stunde zuhause zu sein. Da es uns mit voranschreitenden Weg kälter und kälter wurde, stellten wir bald alle Gespräche ein und zogen stattdessen unsere Mützen tief in die Stirn und unsere Schals bis vor die Nase. Kurz, wir packten uns so ein, dass das einzige, was von unseren Körpern noch exponiert dalag, ein Schlitz zwischen Mütze und Schal war, der unsere Augen freiließ.