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Kategorie: Erzählungen

Die Beerdigung

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Die Sonne scheint, an diesen doch eigentlich traurigen Tag. Die Kirchenbänke sind alle besetzt, die Empore auch schon voll und es versuchen immer noch Menschen in die Kirche zu kommen. Doch nicht alle finden Platz. Die Menschen sammeln sich vor der Kirche und es werden Lautsprecher aufgestellt, damit all die Menschen, die kamen, um Abschied zunehmen und keinen Platz mehr in der Kirche fanden, der Todesandacht lauschen könnten.

Unglücklich, da ich die Rolle erfüllte, die mir mein soziales Umfeld zudachte, und die Alternative vielleicht schlimmer wäre

Geschätzte Lesezeit: 11 Minuten

Vorwort

Die folgende Erzählung möchte ich für sich selbst sprechen lassen, wobei mir die Aussage dieser Erzählung sehr am Herzen liegt. Da mir die Aussage des Textes sehr wichtig ist und ich sie richtig rüberbringen wollte, nahm mich das Schreiben des Textes sehr mit. Es nahm mich mit, da ich in die Abgründe der menschlichen Gesellschaft blickte, und versuchte, eine Erzählung aus einer für mich ungewohnten Perspektive zu schreiben. Darüber hinaus ist mir bewusst, dass der Text nicht allen gefallen wird, da sich der ein oder andere in bestimmten Personen oder Verhaltensweisen wieder erkennen wird, was auch beabsichtigt ist. Da der Text selbst für meinen Geschmack etwas bissig und böse geworden ist, überlegte ich, ihn in meinem ganz persönlichen „Giftschrank“ verschwinden zu lassen. Doch nach all dem Herzblut, dass in diesem Text steckt, entschied ich mich dagegen.

Von Freunden und Geistern

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Einst lernte ich eine Frau kennen und sie als Freund und guten Gesprächspartner schätzen. Mit der Zeit sah ich sie sogar als eine sehr gute Freundin, mit der ich mich gerne unterhielt und meine Zeit verbrachte. Ich mochte sie und ihre Träume, die sie menschlich erscheinen ließ. Doch die meiste Zeit, die ich in ihrer Gegenwart verbrachte, hatte ich auch den Eindruck, dass sie etwas beschäftigte bzw. das sie auf der Suche nach einem Lebensweg war, auf dem sie glücklich durch die Zeit schreiten könnte.

Vom Schlußstrichziehen

Geschätzte Lesezeit: 18 Minuten

Ich sitze an der Theke einer Kneipe. Vor mir auf der Theke steht ein in der Mikrowelle zubereitetes Fertiggericht. Na dann, „Bon appétit!“ Während ich mir diese lauwarme Fertigmasse in den Mund stopfe überfällt mich Schwermut. Was mache ich nur an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr alleine in einer Kneipe und besänftige meinen Hunger mit eklig schmeckender Fertigkost?Wie ist aus dem Menschen, der ich einst war, nur solch eine traurige Gestalt geworden?
Als ich mit dem Essen fertig bin bedanke ich mich bei der Wirtin für das Essen und bejahe die Frage, ob mir das Essen geschmeckt habe. Das ist zwar eine Lüge, aber im Moment habe ich einfach keine Lust auf eine Auseinandersetzung oder darauf, irgendjemanden vor den Kopf zu stoßen. Ich bestelle mir bei der Wirtin einen Pfefferminztee, in der Hoffnung, dass er mir meinen Magen beruhigt, damit das Essen nicht noch einmal durch meinen Mund wandert.

Was von der Benutzung stilistischer Mittel kommt (eine Parabel)

Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Eine höllische Wut schlug mir entgegen. Verständnislose Blicke. Schreie, die mir wie Messer in den Leib fuhren. Wütende Ausrufe. Rot gefärbte, verkniffene Gesichter. Menschen denen der Geifer aus den Mundwinkel tropfte. Ich mit dem Rücken zur Wand. Angst umklammerte mein Herz. Angstschweiß trat mir auf die Stirn. Ich fragte mich: „Was ist nur geschehen? Was hat mich nur zum Ziel ihrer Wut werden lassen?“

Nur ein Kerl, wie all die anderen

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Perspektive der Frau

Als ich ihn kennenlernte, machte er einen guten und netten Eindruck auf mich. Er war freundlich, und auch wenn er einen schrägen Humor hatte, so war er mir sympathisch. Die ersten Male sah ich ihn auf Feiern, die er mit einer Bekannten von sich besuchte. Ich sage, dass die Frau, mit der er damals auf die Feiern ging, seine Bekannte ist, doch das wusste ich da noch nicht. Das einzige was ich damals wusste, war, dass man die beiden eigentlich immer nur zusammen sah. Und wenn man zwei Personen immer zusammen sieht, vor allem, wenn sie verschiedenen Geschlechtern angehören, da macht man sich ja so seine Gedanken.

Der Blick durch einen Konvexspiegel in (m)eine mögliche Zukunft

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Ein Kaffee mit Freunden. Nette Gespräche über Banalitäten. Nichts Außergewöhnliches. Doch dann gesellte sich ein Mann hinzu und verwickelte mich in ein Gespräch. Er sprach mich auf mein Band-Shirt an, und auf das was abgebildet war. Da ich von Natur aus kein unfreundlicher Mensch bin, gab ich ihn Auskunft, worauf es zu einem Dialog, oder wenn ich ehrlich sein sollte, eher einen Monolog, kam. Die Unterhaltung bestand daraus, dass ich ihn reden ließ, und nur durch kurze Antworten, wenn er mich etwas fragte oder durch ein leichtes Nicken zu erkennen gab, dass ich ihn überhaupt noch zuhörte. Dabei war ich fasziniert von dem, was der Mann sagte, denn er war sichtlich belesen, und wie ich seiner Erzählung entnahm, hatte er auch studiert. Also konnte es sich bei ihm eigentlich nicht um einen dummen Menschen handeln. Doch dort stand er bei mir, mit einer Flasche Wein in der einen und einer Zigarre, an der er regelmäßig zog, in der anderen Hand und erzählte von dem Zusammenbruch der Gesellschaft. Er erzählte, wie Deutschland, ein Land das einmal das Land der Dichter und Denker war, sich selbst zu Grunde richtete. Er berichtete von seiner Liebe zur deutschen Sprache und Literatur, wobei er sagte, dass er wahrscheinlich nicht bis an sein Lebensende Deutsch spräche, da er auswandere, aber das er bestimmt bis zu seinem Tod Deutsch läse.

Das lyrische Ich hat was zu sagen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Hallo, ich bin das lyrische Ich und mit den meisten von euch haben sich bereits meine Wege gekreuzt. Ich habe viele Namen und Eigenschaften. Mal bin ich ein Gott, mal ein Prophet und manch einmal auch nur eine einfache Fliege. Man könnte auch sagen, dass ich all das bin und auch sein kann, was sich der menschliche Geist vorzustellen mag.

Das Ich, Über-Ich und Es führen einen Diskurs

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Gerädert aufgewacht. Mein Kopf brummt. Quäle mich aus dem Bett. Schlurfe ins Bad. Spritze mir Wasser ins Gesicht. Hämmernde Kopfschmerzen. Was ist nur aus mir geworden? Warum trank ich den letzten Abend soviel? Schaue in mein Spiegelbild. In meinen Augen glaube ich etwas zu erkennen. In meinem linken Auge einen Gelehrten mit Büchern. In meinem rechten Auge eine Bestie, die in schweren, aber rostigen Ketten liegt, ausgezehrt aussieht, aber trotz ihrer Lage hämisch grinst.