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Kategorie: Kolumne

Die vierte Wand

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Ich hole mit dem Vorschlaghammer aus und schlage zu. Wieder und wieder schlage ich zu und langsam zeigen sich Risse in der Wand. Mit jedem Schlag werden die Risse größer und langsam lösen sich einzelne Mauerstückchen. Schließlich ist ein kleines Loch entstanden, das schnell größer wird, bevor die Wand schließlich gänzlich in sich zusammenfällt.
Die Wand, die ich gerade einreise, habe ich über die Jahre, mehr oder weniger unbemerkt, selbst errichtet, so wie es viele von uns tun. Es ist eine Wand, die unsere Leben in einen Raum sperrt, von dem man aus das wirkliche Leben und die Welt höchstens noch durch einzelne Fenster sieht, aber sie nicht mehr aktiv wahrnimmt. Man kann sie nicht spüren und ist meistens auch kein aktiver Teil der Realität mehr. So sieht man zwar Menschen und die Welt, aber was wirklich geschieht, sieht man nur ausschnittsweise und verfälscht. Ferner hört man auch nicht alles, was gesagt wird, sondern nur das, was man erwartet und das ist häufig eine Verfälschung des Wirklichen.

Wahlen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Da hängen sie wieder. An Pfeilern und Laternenpfählen hängen sie und auch einige Aufsteller sind zu sehen. Sie zieren das Stadtbild und werden uns auch noch die nächsten Monate begleiten. Es sind Wahlplakate mit meist einfachen Sprüchen, die die Wähler dazu animieren sollen, ihr „Kreuzchen“ an der richtigen Stelle zu setzen. Wobei auffällt, dass die Plakate der eher rechtsgerichteten Parteien höher hängen, als die der Anderen. Ob als Sorge vor Beschädigung oder als Übung fürs zukünftiges Aufknüpfen, sei einmal dahin gestellt.

Die verdorrte blaue Blume

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Ich lasse die Zeitung sinken und blinke in die Ferne. Ich frage mich, was nur aus unserer Welt geworden ist. Als wäre es noch nicht schlimm genug, dass es wieder mehrere Kriege gibt, die Umwelt mehr und mehr zerstört wird und der Klimawandel scheinbar ungehindert voranschreitet, nein, auch die romantische Liebe ist jetzt auch noch unter Druck. Die romantische Liebe, die scheinbar nicht mehr in unsere Zeit passt.
Der Artikel, der mich das denken lässt, heißt „Himmel, was ist Sugardating?“. Die Zeitung in der der Artikel steht, „Die Zeit“. Doch wirklich überrascht hat mich der Artikel, wenn ich ehrlich bin, auch nicht mehr, denn dafür habe ich schon vorher zu viel gelesen und auch selbst zu viel erlebt.
Doch was ist überhaupt die romantische Liebe, die in unserer Gesellschaft unter Druck gerät? Es ist die Liebe, die auf einer tiefen Zuneigung zweier Menschen zueinander basiert und über Standes- und kulturelle Grenzen hinweg wirkt. Aber vielleicht sollte ich etwas weiter ausholen.

Der Nationalismus der privilegierten Deutschen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Ich lese Zeitung und nationalistische Schlagzeilen springen mir ins Auge. Schlagzeilen, die davon künden, dass die Regierung versagte und nicht genügend getan habe, um Menschen zu schützen. Wobei Menschen, zu weit gefasst ist, denn die meisten Menschen sind den Schreibern der Schlagzeilen egal. Es geht ihnen nur um die deutschen Bürger, um das kostbare deutsche Blut. Es geht ihnen gegen den Strich, dass sich Deutschland einmal solidarisch mit seinen europäischen Nachbarn verhielt, wie es viele, viele Jahre lang immer und immer wieder forderten, und zusammen mit ebendiesen, seinen Nachbarn, Impfdosen gegen das Coronavirus kaufte. Zusammen mit unseren guten europäischen Nachbarn und jetzt schalt es auf allen medialen Kanälen, dass die Regierung versagt habe, da sie nicht den Alleingang zelebrierte und nach dem Motto vorging „Deutschland zuerst“. Es wird ein Impfnationalismus gefordert. Es wird gefordert, dass wir Deutsche als Erstes den Impfstoff, in ausreichender Menge, vor allen anderen bekommen. Ich höre die Menschen und kann nur mit dem Kopf schütteln. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, da wir, die wir in Deutschland leben, das Glück haben, mit zu den Ersten zu gehören, die Zugang zu einem Impfstoff haben, im Gegensatz zu vielen afrikanischen und asiatischen Ländern, die vielleicht noch Jahre warten müssen. Aber das möchte der „gute Deutsche“ nicht hören. Nein, der gute Deutsche sieht es als sein Recht an, als Erstes die Möglichkeit haben, sich Impfen zu lassen. Es gilt, erst er, dann der Rest der Welt.

Timeout: Das Tagebuch eines Versuchs – Woche 2

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Die folgenden abfotografierten Seiten stammen aus meinem Gedankentagebuch, dass ich während meines „Timeouts“ von verschiedenen Dingen, die mich im Alltag belasten, führe. Meiner Meinung nach sind einige interessante Gedanken dabei, über die auch der ein oder andere vielleicht einmal nachdenken sollte. Doch da ich wahrscheinlich nie die Zeit finden werde, alle Gedanken meines „Gedankentagebuchs“ aufzugreifen und inhaltlich und sprachlich aufzubereiten, stelle ich sie einfach mal so, wie sie sind, nämlich unfertig, in den Raum, und lade jeden dazu ein, sie als Grundlage für Diskussionen, mit mir oder anderen, zu nehmen.

Liebesbrief

Geschätzte Lesezeit: < 1 Minute

Hat ein Liebesbrief in unserer heutigen Zeit noch Bedeutung? Eine Bedeutung, die eine Beziehung entstehen und / oder am Laufen halten und bereichern kann? Oder sind Liebesbriefe überholte Relikte aus einer anderen Zeit, die heute keine Bedeutung mehr haben?

Timeout: Das Tagebuch eines Versuchs – Woche 1

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Die folgenden abfotografierten Seiten stammen aus meinem Gedankentagebuch, dass ich während meines „Timeouts“ von verschiedenen Dingen, die mich im Alltag belasten, führe. Meiner Meinung nach sind einige interessante Gedanken dabei, über die auch der ein oder andere vielleicht einmal nachdenken sollte. Doch da ich wahrscheinlich nie die Zeit finden werde, alle Gedanken meines „Gedankentagebuchs“, aufzugreifen und inhaltlich und sprachlich aufzubereiten, stelle ich sie einfach mal so, wie sie sind, nämlich unfertig, in den Raum, und lade jeden dazu ein, sie als Grundlage für Diskussionen, mit mir oder anderen, zu nehmen.

Timeout

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Verpflichtungen und Gedanken stürzen tagtäglich auf mich ein. Sie gieren nach meiner Zeit und Aufmerksamkeit. Es sind Verpflichtungen, denen ich meine Aufmerksamkeit schenken muss, da ein Ignorieren oder gar ein Aufschub, schlimme Konsequenzen für Personen, die mir wichtig sind, oder mich selbst haben könnte. Doch als wären die Verpflichtungen noch nicht genug, so kommen Gedanken und Ideen wie Hagelschauer über mich. Jeder Gedanke oder jede Idee wie ein Hagelkorn, das mich schmerzhaft an der Seele trifft und zu Worten, einer Geschichte oder einer Erzählung werden möchte.

Über seelischen Ballast und das Loslassen und Gesundschrumpfen

Geschätzte Lesezeit: 15 Minuten

Ich gehe durch die Straßen unserer menschlichen Gesellschaft und sehe Menschen, die scheinbar schwer zu tragen haben. Mit müden, schweren Schritten und sogar manchmal mit gekrümmten Rücken begegnen sie mir. Dabei ist der Rücken dieser Menschen, in unserer heutigen Zeit, seltenst von „körperlicher“ Arbeit gekrümmt. Nein, die Krümmung hat ihren Ursprung in den materiellen Lebensumständen der Menschen und ihren psychischen Belastungen. Betrachte ich mir diese Menschen näher und sehe wie sie unter dem Ballast, den sie auf ihren Schultern mit sich durch ihre Leben tragen, leiden, wird mir Angst. Mir wird angst, da ich befürchte, auch eine dieser traurigen Gestalten zu sein und so wandert mein Blick, der ursprünglich auf die anderen Menschen gerichtet war, auf mich selbst und schließlich in mein Inneres. Mein Blick wandert zu meiner seelischen Verfassung und auf meine wirklichen Wünsche und Bedürfnisse. Dabei stelle ich leider immer wieder fest, dass auch ich nur einer der vielen Menschen bin, die im Laufe ihres Lebens Ballast anhäufen. Ballast, der sie behindert und ihre eigentlichen Ziele torpediert. Bei diesem Ballast handelt es sich dabei leider nicht immer um leicht greifbare Dinge. Nein! Bei dem Ballast ist häufig nichts händisch greifbar, sondern es handelt sich stattdessen häufig um etwas Abstraktes. Es handelt sich um etwas, das einem nicht selten schwer aufs Gemüt und auf die Seele drückt. Es liegt wie ein unbestimmter Schatten auf dem Leben und es ist etwas, dass einen daran hindert, wirklich glücklich zu werden. Kurz, es belastet die Seele und verhindert, dass man gut und nachhaltig, im Einklang mit sich selbst und der Umwelt, lebt.

Einsame Seelen

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Sie streifen unbemerkt umher. Tagtäglich begegnet man ihnen und merkt es doch häufig nicht. Man sieht sie und nimmt sie doch nicht wahr. Es sind einsame Seelen, die wie du und ich aussehen und in den gleichen Städten und Dörfern leben. Es sind traurige Gestalten, die ihre wahren Gedanken und Gefühle hinter Masken verbergen und häufig nach außen Freude zur Schau tragen. Doch trotz der zur Schau gestellten Freude spüren sie in ihren Herzen nur Einsamkeit und Trauer. Die einsamen Seelen sind Menschen, die man seltenst wahrnimmt und denen man sich noch seltener annimmt. Man lässt diese Menschen und das, was sie repräsentieren, links liegen, da man sich und sein eigenes Leben nicht belasten möchte. Man denkt, Unwissenheit schützt das eigene Glück und das eigene Gewissen.

Über die Lüge, dass „sich selbst treu bleiben“ immer gut ist

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Immer wieder höre ich von anderen Menschen, sein es Freunde oder Bekannte, Sätze wie die folgenden: „Das wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben.“ oder „Solange man sich treu bleibt, ist ja alles gut.“ Dabei hasse ich es, solche Sätze zu hören. Ich hasse es, da sie meiner Meinung nach häufig leichtfertig gesagt und darüber hinaus häufig nicht als guter Rat, sondern als Selbstschutz formuliert und ausgesprochen werden.

Leben in und auf verschiedenen Welten

Geschätzte Lesezeit: 11 Minuten

Betrachte ich mir die Menschen, die mit mir auf dieser Erde wandeln, so gewinne ich immer wieder den Eindruck, dass sich jeder von ihnen seine eigene Welt schafft. Seine eigene Welt, in und auf der er so lebt, wie es ihm gefällt. Es sind Welten, die sich die einzelnen Menschen erschaffen, um sie nach ihrem Gutdünken, also nach ihrem geistigen Horizont und ihrem persönlichen Wertesystem, zu gestalten. So schaffen sich die Menschen parallele Welten, die häufig nichts mehr mit der wirklichen Welt und dem, was auf ihr, in der Realität, passiert, zu tun haben.

Von der Technikgläubigkeit der Menschen – Eine Streitschrift

Geschätzte Lesezeit: 13 Minuten

Geht man durch die Straßen der westlichen Welt, begegnet man Menschen, die ihr ganzes Leben von technischen Geräten bestimmen lassen. Man begegnet Menschen, bei denen man den Eindruck gewinnt, dass sie nicht mehr selbst denkende und fühlende Wesen sind, sondern von einer künstlichen Intelligenz gesteuerte Maschinen. Zu den Eindruck gelangt man, da sich diese Menschen häufig nicht mehr auf ihren Verstand, ihre Gefühle und die Gesetze der Logik, mit denen sie die zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung nachvollziehen können, verlassen, sondern diese Aufgaben an Maschinen auslagern. Dieses Verhalten ist besonders auffällig beim Umgang dieser Menschen, mit neuen Technologien und technischen Geräten. Mit neuen Technologien, deren Funktion die Wenigsten verstehen, denen sie aber blind vertrauen und nur allzu selten hinterfragen.

Warum Datenschutz und Datenvermeidung wichtig für eine aufgeklärte Gesellschaft sind

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Redet man in diesen Tagen mit den verschiedensten Menschen über Datenschutz, so erntet man meistens genervte Reaktionen. Die Menschen sind genervt, da sie sich im Moment, aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), aktiv mit Datenschutz auseinandersetzen müssen, und das für einige das erste Mal ist, dass sie sich mit diesem Thema aktiv beschäftigen müssen. Dabei ist Datenschutz wichtig und ich finde es gut, dass sich jetzt viele Menschen mal aktiv mit dem Thema Datenschutz auseinander setzen müssen. Der Grund dafür ist, dass ein Mensch meiner Meinung nach nur ein wirklich aufgeklärtes Leben führen kann, wenn er weiß wie seine Daten verwendet werden und wie Firmen und Staaten die Daten nutzen.

Doch vielleicht sollte ich das Thema Datenschutz und Datenvermeidung  betreffend etwas weiter ausholen. Vielleicht sollte ich mit dem Roman „1984“ von George Orwell, der 1949 veröffentlicht wurde, beginnen. Aus diesem Roman stammt die bekannte Ausdrucksweise „Big brother is watching you.“ Wobei der „große Bruder“ der Staat bzw. der Führungsapparat des Staates ist, der alle Bürger überwacht und überprüft, ob sie sich Linientreu verhalten. Die Überwachung der Bürger findet dabei allumfassend statt, so dass schon bei kleinsten Abweichungen vom „normalen“ Verhalten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, um diese Verhalten zu unterbinden. Darüber hinaus findet eine Manipulation der Bürger statt, indem sie durch Propaganda auf die politische Linie des Regierungsapparates eingeschworen werden.

Bitte singt keine politischen Lieder mit

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ein Punk-Rock-Konzert. Die Band singt politischen Punk-Rock. Sie singt davon, nicht weg zusehen, und davon, wie wir Menschen die Erde zerstören. Sie singen davon, was wir Menschen alles Falsch machen, und wie wir unserer Erde zerstören. Sie singen davon, dass sie nicht mehr hier (auf diesem Planeten / in dieser Gesellschaft), mit all der zur Schau gestellten Dummheit leben wollen. Und ihr singen mit!

Über das berufliche Aufsteigen

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Es gibt Menschen, für die es nichts Wichtigeres als den beruflichen Aufstieg gibt. Diese Menschen fragen sich dann häufig nicht, ob ihnen der angestrebte Beruf überhaupt Spaß machte, oder ihnen Erfüllung gebe. Nein, ihnen geht es häufig nur um den „Status“ der mit dieser höheren Position verbunden ist. Doch wie gelingt es einem in der Firmenhierarchie aufzusteigen, bzw. wie werden die Vorgesetzten auf einen aufmerksam und bieten einem die Chance zum Aufstieg?

Politische Einstellung? Links und Grün!

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Wenn mich jemand nach meiner politischen Einstellung fragte, hätte ich bis vor kurzen noch links und grün geantwortet. Doch seit einiger Zeit stelle ich fest, dass mein Links, nicht das politische „links“ in unserem Land ist, und das meine „grüne“ Einstellung auch nicht der Einstellung der politischen Grünen entspricht. Doch was ist dann meine politische Einstellung und was müsste das Kernziel einer Partei sein, durch die ich mich wirklich vertreten fühlte?

Von der „freien Liebe“ – ein Kommentar

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

In diesem Text möchte ich mich mit der „freien Liebe“ auseinandersetzen. Mit der „freien Liebe“ meine ich aber nicht die „freie Liebe“, wie sie von und seit der 68er-Bewegung gefordert wurde bzw. wird, also nicht die „freie Liebe“ als Synonym dafür, dass man sich zwanglos mit allen möglichen Menschen sexuell vergnügen kann. Nein, ich meine die „freie Liebe“ in dem Sinn, dass man den oder die Lieben kann, die man möchte, also die Liebe, die nicht von anderen eingesperrt oder beschnitten wird.

Ein Traum von Rebellion

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Verkrustete Strukturen, eine Gesellschaft, die vergangenen Zeiten nachtrauert, und eine Bevölkerung, in der viele immer mehr und mehr haben möchten. Das ist der Zustand vieler westlicher Staaten, von denen Deutschland einer ist. Die Menschen halten große Reden für eine bessere Welt, wobei die hauptsächlich besser für sie sein soll. Sie hetzen gegen Schwächere, gegen die, die weniger haben als sie selbst, denn solange es einen gibt, der weniger hat als sie, geht es ihnen gut. Wenn ich diese Menschen sehe, träume ich von einer Zeit, in der die Aufrechten Courage zeigen und auf die Straße gehen. Ich träume von einer Rebellion, die von den Anständigen ausgeht. Von einer Rebellion, die die Gesellschaft aufrüttelt und zu einer besseren macht. Doch diese, meine Träume, bleiben Wunschträume.

Was von der veganen Idee bleibt, eine Abrechnung

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Vor einigen Jahren entschied ich mich aus moralischen und ethischen Gründen für eine vegane Ernährung. Ich traf die Entscheidung, da mir bewusst wurde, dass es sich bei den Tieren, die für eine omnivore und / oder vegetarische Ernährung getötet und / oder ausgebeutet werden, um denkende und fühlende Wesen handelt. Ich traf die Entscheidung, um mein Leben bewusst so zu führen, dass ich, mit meinem Lebensstil, den Tieren möglichst wenig Leid und Schaden zufügte. Aufgrund dessen beschränkte sich schon bald das „vegan“ nicht nur auf meine Ernährung, sondern auf meinen gesamten Lebensstil. Damit meine ich, dass ich in meinem Leben, soweit es mir möglich war, auf tierische Produkte verzichtete. Doch nicht nur das, ich versuchte auch nachhaltig zu leben, denn was viele Menschen vergessen oder nicht wahrhaben wollen, ist, dass einer der wirksamsten Mittel zum Schutz von Tieren, der Umweltschutz und somit ein nachhaltiger Lebensstil ist.

Erkenntnis bzgl. meines Sprachgebrauchs

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Was mir diese Woche deutlich vor Augen geführt wurde, ist, dass ich, obwohl ich um viele Fallstricke der deutschen Sprache weiß, doch häufig die falschen Worte wähle. Durch die Wahl der falschen Wort kommt es schließlich dazu, dass ich kaum ein sprachliches Fettnäpfchen auslasse und dadurch Menschen verletzte oder vor den Kopf stoße, dir mir eigentlich verdammt wichtig sind.

Wir, eine aufgeklärte Gesellschaft?

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Viele Menschen, die in unserer Gesellschaft leben, halten sich für aufgeklärt, doch stimmt das oder belügen sie sich nur selbst?

Meiner Meinung nach sind viele Menschen, die in unserer Gesellschaft leben, nicht aufgeklärt. Ganz im Gegenteil, manchmal gewinne ich sogar den Eindruck, dass der Grad der Aufklärung bei vielen Menschen in unserer Gesellschaft im Laufe der Jahre und Jahrzehnte sogar gesunken ist. Der Grund für diese, meine Annahme liegt in der Definition der Aufklärung nach Immanuel Kant begründet, der da sagte:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ (Quelle: de.wikiquote.org)

Jedem, der die Augen nicht vor der Wahrheit verschließt, müsste nach dem Lesen der Definition, der Aufklärung nach Immanuel Kant, bewusst sein, dass wir nach dieser Definition in Deutschland und in vielen ähnlich entwickelten Ländern eine voraufklärerische Gesellschaft haben. Warum das so ist, und was man meiner Meinung nach dagegen tun sollte, möchte ich hier folgend aufzeigen.

Von der Such nach Ruhe, Glück und Zufriedenheit oder von der Bedeutung von Edelmetallen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Überall Hektik. Immer und überall erreichbar sein. Die Kräfte lassen nach. Erschöpfung macht sich bemerkbar. Doch was tun, in einer Zeit, in der es als unhöflich gilt, nicht jeder Zeit erreichbar zu sein? Halt sich damit abfinden, unhöflich zu sein!

Kontra dem Selbstoptimierungswahn

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Die Brüste zu klein? Kein Problem, die kann man aufpolstern! Falten im Gesicht? Auch kein Problem, Botox hilft! Die Haarpracht verlässt dich? Eine Haartransplantationen hilft! Was, du denkst, dass du zu friedlich aussiehst? Kein Grund zur Panik, es gibt ja Tattoos und Piercings, denn nicht lässt einen böser aussehen, als etwas Metal durch verschiedene Hautfalten oder etwas mystisch wirkende Körperkunst. Und wenn alles nichts hilft und du dein Ego etwas puschen oder in sozialen Netzwerken gut rüberkommen möchtest, so mach einfach ein paar Bilder von dir und bearbeite sie anschließend mit Photoshop. Photoshop,  das Werkzeug deiner Wahl, um aus dir eine Prinzessin oder einen Herkules zu machen. Zwar ändert sich dadurch nicht dein echtes Erscheinungsbild, doch dein digitales, und das ist es ja, was heute zählt, oder? Schließlich läuft heute ein Großteil des Lebens digital ab und da kann es ja nicht schaden, wenn man da wie eine stilisierte Göttin bzw. ein stilisierter Gott aussieht, denn schließlich macht es ja jeder und Perfektion ist schließlich das, was zähl!

Heimatliebe und Heimatstolz

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Früher, als ich noch jung war, fand ich Deutschland ein schönes Land. Ein Land, in dem man sich frei entfalten konnte. Ein Land, von dem man glauben konnte, das man alle Probleme friedlich lösen und so eine bessere Gesellschaft schaffen kann. Ich genoss meine Kindheit und Jugend und ich begann Deutschland, meine Heimat, in der ich meine jungen Jahre verbrachte, zu lieben. Doch dann wurde ich älter. Ich begann zu lesen, zu erleben, zu analysieren und mir eigene Gedanken zu machen und je mehr ich las, erlebte, analysierte und mir eigene Gedanken machte, um so mehr wurde meine Liebe zur Heimat erschüttert. Meine kindliche Heimatliebe hatte Sprünge bekommen, Ecken waren aus ihr herausgeplatzt und diese Stellen wurden mit Unverständnis für die Unfähigkeit vieler Menschen gefüllt, ihren Verstand zu nutzen und Mitgefühl zu zeigen. Dieses Unverständnis verhielt sich dabei zu meiner Heimatliebe, wie ein quellender Holzkeil der in einem Granitblock steckt, zu der Struktur des Granits. So das von den ursprünglichen kleinen Ecken von Unverständnis, die an meiner Seele nagten, sich Risse ausbreiteten, die drohten alles was mir meine Heimat bedeutete zu zersprengen. Doch die nicht Nutzung ihres Verstandes und das nicht zeigen von Mitgefühl war nicht das Einzige was meine Heimatliebe erschütterte, sondern da gab es noch das Problem mit dem überhöhten Selbstwertgefühl. Dem überhöhten Selbstwertgefühl, an dem aus welchen Grund auch immer viele Deutsche erkrankt waren und immer noch sind. Viele Menschen, die Natur und unsere Heimat lit unter diesen Menschen, ohne dass Heilung für ihre Krankheit des überhöhten Selbstwertgefühl in Sicht wäre. Aufgrund dessen konnte man nur zuschauen, wie sie andere Menschen, die Natur und das was ich als Heimat bezeichnete, zerstörten.

Von den Erlebnissen, die mich diese, meine Meinung bilden ließen, möchte ich im Folgenden etwas ausführlicher berichten, indem ich die Ereignisse schildere, die meine Heimatliebe erschütterten. Darüber hinaus möchte ich ein paar Überlegungen aufzeigen, was geschehen müsste, damit ich und vielleicht auch andere Menschen Deutschland wieder als ihre Heimat lieben können.

Haben wir aus der Vergangenheit nichts gelernt? / Ein Plädoyer gegen den braunen Geist

Geschätzte Lesezeit: 11 Minuten

1945 endete ein dunkles Kapitel der Deutschen Geschichte und die Welt sah fassungslos, zu was Menschen im dritten Reich fähig gewesen waren. Sie sahen die Berge von Leichen und waren entsetzt darüber, welche Gräueltaten in den Jahren des dritten Reichs von Menschen, die sich über andere Menschen erhoben und bestimmten Personengruppen das Recht auf Leben aberkannt hatten, begangen wurden. Nach Ende des Krieges wurde Deutschland wieder aufgebaut. Es wurde von Menschen aufgebaut, die zum Teil den Führern des dritten Reiches bedingungslos gefolgt und mehr als nur Mitläufer waren, aber auch von Menschen, die Zeit ihres Lebens gegen das Regime und dessen Folgen kämpften. Doch abgesehen von diesen beiden Gruppen, gab es noch die stumme Masse, die nichts gesehen haben wollte und sich wie fromme Lämmer von einem Führer, also von dem, der an der Macht war, egal was seine Ziele auch waren, führen ließen, auch wenn das Ziel die Schlachtbank war.

Expand your area! Expand your mind!

Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Das „Expand your area!“ in der Überschrift mag für den ein oder anderen Leser so klingen, als würde ich dazu auffordern, neue Gebiete zu erobern und damit lege er nicht mal allzu falsch. Doch fordere ich nicht dazu auf, neue Gebiete mit Gewalt zu erobern und seinem Besitz anzugliedern, sondern dazu, neue Gebiete kennenzulernen. Das Erkunden neuer Gebiete und das Bewegen in ihnen, wobei der Kontakt mit den Menschen, die in der jeweiligen Gegend wohnen, ein wichtiger Aspekt der Erweiterung des persönlichen Raums ist. Dabei sollte der persönliche Raum, den man kennen sollte, nicht an einer Stadt oder einem Land festgemacht werden, sondern an der Welt und den verschiedenen Kulturen die auf ihr leben. Man sollte die Welt erkunden, so dass man irgendwann sagen kann, die Welt ist mein Zuhause und auf ihr fühle ich mich wohl. Wobei wohlfühlen vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist. Eine bessere Formulierung wäre, dass man um die Gegenden der Welt und den Menschen die in ihnen leben Bescheid weiß. An dieser Stelle des Bescheid wissen kommt der zweite Teil der Überschrift zur Geltung, der „Expand your mind!“ lautet. Dieser Teil der Überschrift steht dafür, dass man mit offenen Augen und ohne Vorurteile durch die verschiedenen Regionen der Welt, sei es ein Industrieland, ein Schwellenland oder gar ein Entwicklungsland, gehen und Erfahrungen sammeln soll. Erfahrungen die einem helfen die Welt mit anderen Augen zu sehen und einen dadurch gegen Vorurteilen und Stammtischparolen immunisieren.

Im Folgenden möchte ich mich den Gründen für meine in der Überschrift getätigten Aufforderung zuwenden. Wobei ich mich zuerst der Ausgangslage, die mich zu dieser Aussage veranlasste zuwenden möchte, um anschließend noch ein paar Sätze zur allgemeinen Situation, in der sich unsere Gesellschaft befindet, zu verlieren.

Ein Plädoyer für ein besseres Zusammenleben

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Krieg überall auf der Welt. Gruppen von Menschen, die mich auf der Straße ansprechen und zu ihrem Glauben bekehren wollen. Drohungen, dass ich im Fegefeuer oder seinem Äquivalenten die Ewigkeit verbrächte, wenn ich mich nicht ihren Glauben anschließe. Wut, Hass und Leid überall und ich frage mich: „Wie müssten sich die Menschen verhalten, um auf einen friedlichen Planeten zuleben?“

Bücher analog oder digital? Lieber online kaufen oder im Buchladen des Vertrauens?

Geschätzte Lesezeit: 12 Minuten

„Das analoge Wort ist tot, es lebe das Digitale.“ Diesen Satz sagte einmal ein Bekannter zu mir, als er mich, der einen dicken Wälzer in der Hand hielt, im Zug sitzend antraf. Ich sah ihn an, und meinte: „Hier hat das Wort noch Gewicht, entgegen der Flüchtigkeit des digitalen Wortes.“ Auf diese Antwort hin sah er mich fragend an und so fühlte ich mich genötigt ihm zu erklären, dass in der digitalen Welt jeder jeden Misst schreiben und den Leuten zugänglich machen könne. Also das jeder Mensch das machen könne was ich jetzt gerade mache, nämlich einen Text schreiben und ins Internet stellen. Ich erklärte ihn wie Leute wie ich, die solche Texte schrieben, dachten. Wie das „freie“ Autorenkollektiv des Internets schriebe was ihm gerade einfiele und seine erschaffen Texte online stelle, ohne das irgendwelche Überprüfung oder Korrektur durch Dritte stattfände. Und das alles in der Hoffnung, das Interesse eines geneigten Lesers zu wecken. Eines Lesers, der sich die Zeit nehme, den fabrizierten Text zu lesen, zu bewerten und eventuell die Aussage des Textes im Sinne des Autors zu verbreiten.

Die Gesellschaft der Versuchsobjekte

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Der Fortschritt ist etwas schönes. Der Grund dafür ist, dass wir länger, gesünder und von den meisten körperlichen Belastungen befreit leben können. Doch halt, ist dem wirklich so, oder wiegen wir uns nur in einer Scheinsicherheit und unsere Leben sind in Wirklichkeit nur Aneinanderreihungen von Experimenten, die wir an uns selbst vornehmen, oder die uns durch den gesellschaftlichen Konsens aufgezwungen werde. Einem gesellschaftlichen Konsens, dem man genügen soll, wenn man nicht im Abseits leben möchte.