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Autor: Johannes Raudonat

Ich Erdling 28: Minimalistisch essen und kochen

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Das Gericht kommt frisch zubereitet aus der Küche des Restaurants und ohne auch nur von der Speise zu kosten, nimmt er erst den Salzstreuer und anschließend den Pfefferstreuer zur Hand, um reichlich des Minerals und des Gewürzes über die Speise zu streuen. Er erachtete es nicht einmal als notwendig, erst die Speise zu kosten, bevor er ihr mit den Hilfsstoffen zu Leibe rückt. Nein, man gewinnt den Eindruck, dass alle Speisen für ihn fad schmecken, die er noch nicht selbst (nach-)gewürzt hat.

Ich Erdling 27: Von der Wohlstandsgesellschaft

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Hört man sich Reden von Politikern und Entscheidungsträgern in unserer Gesellschaft an, so sprechen sie häufig vom Wohlstand. Sie sprechen vom Wohlstand für alle und der Wohlstandsgesellschaft. Sie reden davon, dass in unserer Gesellschaft alle im Wohlstand leben sollten und keiner abgehängt werden darf, zumindest keiner der Einheimischen. Doch was ist dieser Wohlstand, von dem sie ständig reden, und leben wir wirklich in einer Wohlstandsgesellschaft?

Ich Erdling 26: Von Ehre und der Kunst, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Ein böses Gesicht trägt er zur Schau. Er, der sonst immer austeilt und Witze auf Kosten anderer macht, verlor auf einmal sein spöttisches Lächeln. Er, der sich häufig für etwas Besseres, als all die anderen hielt, ist wütend auf den Wicht, der seine „Ehre“ verletzte. Er ist wütend auf den Wicht, der die anderen dazu brachte, auch einmal über ihn zu lachen. Jetzt brodelt es in ihm und er sinnt auf Rache. Doch, warum? Hat der Wicht denn nicht das getan, was er selbst auch immer tut? Hat der Wicht nicht einfach einmal den Spieß umgedreht und ihn vor Augen geführt, wie er sich benimmt und gibt? Doch, genau das hat der Wicht getan, aber er, der sich selbst für die Krönung der Schöpfung hält, nimmt sich selbst zu ernst. Er, der sich doch für unfehlbar und genial hält, kann einfach nicht akzeptieren, wenn auch einmal ein Witz auf seine Kosten geht. Er kann nicht akzeptieren, dass andere mit Witzen aufzeigen, dass auch er einfach nur ein Mensch unter vielen ist.

Ich Erdling 25: Die Suche nach und der Verlust der Ruhe

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Es ist unangenehm laut in unserer westlichen Welt. Laut, da fast beständig motorisierte Fahr- und Flugzeuge, sowie alle möglichen motorisierten Werkzeuge, die der Mensch erschuf und immer „weiterentwickelte“, um die Welt nach seiner Vorstellung zu formen, unnatürliche und laute Klänge von sich geben. Es sind diese Klänge, die die Hintergrundgeräuschkulisse unserer westlichen Welt bilden. Die Entwicklung und Weiterentwicklung aller möglichen Geräte führte dazu, dass selbst einfachste Handwerkzeuge mittlerweile über einen Motor verfügen, der nicht selten lärmende Geräusche von sich gibt. Diese Motorisierung, zusammen mit der immer weitreichenderen Verbreitung von Abspielgeräten, die audioaktive Inhalte immer und überall wiedergeben können, führte dazu, dass man heute an fast jeden Ort unseres Planeten und zu fasst jeder Zeit, alle mögliche, künstlich erzeugte Geräusche vernimmt. Kurz, überall hört man von Menschen geschaffene Maschinen brummen, kreischen und andere Geräusche von sich geben. Es sind u.a. diese Geräusche, die einem nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Zur Ruhe, um die Geräusche der „ungestörten“ Natur zu hören. So hört man Vogelgezwitscher, Insektengesumme und das Rascheln von Blättern im Wind nur noch selten. Selbst wenn man sich einfach mal hinsetzen und zur Ruhe kommen möchte, braucht man nicht lange darauf zu warten, das alsbald ein menschengemachtes Geräusch einen daran hindert, wirkliche Ruhe zu finden.

Ich Erdling 24: Wenn der Mensch zur Maschine wird

Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Der Alltag ist komplett durchgetaktet. Von Früh, wenn der Wecker klingelt, bis zu dem Moment, wenn man müde ins Bett fällt. Geht der Mensch einem Arbeits- oder Angestelltenverhältnis nach, so beginnen die meisten Tage fremdbestimmt. Fremdbestimmt durch die Firma oder den Chef, die sagen, um nicht zu sagen vorschreiben, wann man mit der Arbeit anzufangen und aufzuhören hat. So quält sich der Mensch häufig fremdbestimmt aus dem Bett und hin zur Arbeit, auf das der Vorgesetzte über ihn verfüge und er fremdbestimmt die verschiedensten Arbeiten verrichte. Ist schließlich die Arbeitszeit hinter sich gebracht, so stehen bei vielen Menschen die eigenen Termine an. Termine, die einem der Alltag, die Gesellschaft und die eigenen Bedürfnisse, wobei es sich bei ihnen nicht selten um Pseudobedürfnisse handelt, diktieren. Doch der Mensch lebt und mit jedem Jahr das er verlebt, beginnt er häufig mehr und mehr Zeit weit im Voraus zu verplanen. So plant er Freundes- und Familienbesuche, Gartenarbeiten und alle möglichen anderen Dinge schon Wochen im Voraus, auf dass er die Zeit dann auch wirklich für sich zur Verfügung hat und nicht fremdbestimmt über ihn verfügt wird. Im Laufe seines Lebens beginnt der Mensch dann nicht selten, sein Leben und sein Alltag immer stärker zu beschleunigen und noch stärker durchzutakten. Häufig führt die stärkere Taktung dazu, dass er nur noch von einem Termin zum anderen hetzt oder mit dem Auto rast. Immer auf Achse, immer auf der Piste, verbringt er sein Leben auf der Straße, nur um jede „gewonnene Minute“ wieder zu verplanen oder am Abend, vor dem Fernseher zu verschwenden, da er entweder zu kaputt ist, noch etwas anderes zu tun, oder einfach nichts mehr mit sich anzufangen weiß, wenn er mal keine Termine hat.
Ach, wenn ich solche Menschen sehe, muss ich immer an den Roman „Momo“ von Michael Ende denken. Ich muss an die grauen Herren denken, die den Menschen vorgeblich helfen, ihren Alltag zu optimieren, auf dass die Menschen mehr Zeit (für sich) haben. Doch was ist das Ende vom Lied, des Optimierungswahns? Die „eingesparte Zeit“ kommt doch nicht den Betroffenen zugute, sondern nur den grauen Herren, die die Menschen zu immer neuen Optimierungen ihres Alltags antreiben.

Liebesbekenntnis eines Umweltschützers

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Ein Abendessen zu zweit. Wir kannten uns seit Monaten, wobei aus den Monaten schon Jahre geworden waren. Wir hatten gemeinsam gekocht und Zucchini-Nudeln zubereitet. Sowohl die Zucchini, als auch die notwendigen Gewürze hatten wir frisch im Garten geerntet. Jetzt standen die Teller mit den Zucchini-Nudeln auf den Tisch, zusammen mit einem Blumenstrauß, dessen einzelne Blumen ebenfalls frisch im Garten geschnitten worden waren.
Meine Bekannte, die zusammen mit mir gekocht hatte und jetzt bei mir am Tisch saß, mochte ich vom Herzen gerne. Wenn ich ehrlich bin, muss ich sogar sagen, dass sich ein Gefühl von Liebe, für sie, in meiner Brust breit gemacht hatte. Doch ihr mein Gefühl von Liebe zu gestehen, hatte ich mir bisher noch nicht getraut. Es belastete mich sehr, dass ich es ihr bisher noch nicht sagte.

Von der Fortbewegung

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Der Mensch ist ein mobiles Wesen,
so ist es schon immer gewesen,
darum hat ihm die Revolution zwei Beine gegeben,
mit denen er auch längste Strecken kann zurücklegen.

Doch dem Mensch waren seine Beine nicht genug,
und so begann er an der Evolution einen Betrug,
in dem er seine Beine immer mehr schonte,
da sich das Laufen seiner Meinung nach nicht lohnte.

Ich Erdling 23: Vom Verlust der Diskussionskultur?

Geschätzte Lesezeit: 10 Minuten

Komm setz dich zu mir und lass uns über Gott und die Welt diskutieren. Komm lass uns Worte kreuzen. Lass uns verbal aneinander reiben, auf das wir unseren Horizont und unser Wissen erweitern und zu besseren Menschen werden. Los, verlasse deine Komfortzone, in der du dich auskennst und versuche dir auch zu bisher Unbekanntem eine fundierte Meinung zu bilden. Versuche dir eine Meinung zu allen Dingen zu bilden, auch wenn es dir so scheint, als beträfen dich die besagten Dinge nur pe­ri­pher. Doch häufig merkt man erst, wenn man sich mit bestimmten Dingen beschäftigt, die scheinbar weit von einem entfernt liegen, dass sie doch häufig über alle möglichen Kanten und Ecken, Einfluss auf das eigene Leben nehmen.

Ich Erdling 22: Alltagsphilosophie

Geschätzte Lesezeit: 13 Minuten

In meiner heutigen Kolumne möchte ich mich etwas mit dem Philosophieren beschäftigen. Dabei liegt mein Hauptaugenmerk auf philosophischen Betrachtungen, die jeder Tag für Tag in seinem Alltag durchführen könnte und meiner Meinung nach auch, das ein ums andere mal, durchführen sollte. Kurz gesagt, die folgenden Zeilen handeln von der „Alltagsphilosophie“.
Doch bevor man sich mit der Thematik der „Alltagsphilosophie“ beschäftigt, sollte man sich erst einmal klarmachen, was man überhaupt unter dem Begriff „Philosophie“ versteht.

Ich Erdling 21: Von den Deutschen und ihren Autos

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Was lieben viele Deutschen mehr als ihre Gesundheit und eine intakte Umwelt? Ihr Auto! Zumindest könnte man das meinen, wenn man sich den Umgang und die Einstellung vieler Deutscher zum Thema „Automobil“ vor Augen führt. Meine Einschätzung hat ihren Ursprung in der Betrachtung der Diskussionen über Fahrverbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Schadstoffgrenzwerte, sowie der Beobachtung, dass das Auto für viele Deutsche ein unverzichtbares Statussymbol ist.

Ich Erdling 20: Von Wahlen und der Demokratie

Geschätzte Lesezeit: 10 Minuten

Wir leben, auch wenn manche das ein ums andere mal daran zweifeln sollten, in einer Demokratie. In einer Demokratie, in der alle Macht vom Volk ausgeht bzw. ausgehen sollte. Doch ist dem wirklich so? Manchmal habe ich Zweifel daran. Der Grund für meine Zweifel ist, dass eine Demokratie, sowie alle demokratischen Prozesse, von der Beteiligung aller Wahlberechtigten lebt. Die einfachste Art der Beteiligung ist dabei, regelmäßig an Wahlen teilzunehmen. Dabei sei erst einmal dahingestellt, ob man am demokratischen Prozess der Wahl aufgrund des aktiven oder des passiven Wahlrechts teilnimmt.

Ich Erdling 19: Wo und wie möchten wir leben?

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Wo der Mensch lebt und wandelt, folgt ihm totes Land. Überall, wo er sich eine Heimat schafft, wird die Natur zurückgedrängt, bis sie verkümmert und vergeht. Selbst an Orten, die er noch nie betrat, findet man bereits seine Hinterlassenschaften. Es sind Hinterlassenschaften, die er fahrlässig in die Umwelt einbrachte und die, auch wenn es noch nicht soweit sein sollte, doch von Verderben und Tod kündigen.
Solange es den Menschen schon gibt, solange er schon sein Siegeszug über alle Kontinente antritt, solange folgt ihm schon das tote Land. Der Mensch sucht sich immer neue Orte, an denen er heimisch werden kann, doch dadurch, dass er sie findet, zerstört er sie. Der Grund dafür ist, dass der Mensch kein genügsames Wesen ist, das sich mit dem, was es hat, zufriedengibt. Nein, stattdessen möchte der Mensch nur allzu häufig mehr und mehr haben, wobei er die Konsequenzen seines Handelns nur allzu gerne ausblendet. Er versucht nur allzu häufig bequem und im materiellen Luxus zu leben. Ihm ist dabei egal, dass andere oder die Erde den Preis für seinen Lebensstil zahlen.

Ich Erdling 18: Von der Stadt

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Betonschluchten, die keinen Sonnenstrahl den Boden erreichen lassen, bilden den Horizont. Bäume tragen einen Ring aus Asphalt oder Pflastersteinen um ihren Stamm, der ihnen das ein ums andere mal die Lebensadern abschnürt. Viele der Stadtbewohner leben Wand an Wand und kennen doch einander nicht. Der Menschen lebt so unter seines gleichen und ist doch nicht selten allein. Sein primäres Ziel ist es häufig, sich in seiner Wohnung bequem einzurichten und sein Leben bis zur Ekstase zu zelebrieren. Doch kommt es dabei nicht selten vor, dass der Städter mit der Zeit beginnt, in seiner Bequemlichkeit dahinzuvegetieren?
Hat der Städter nicht schon den Bezug zur Natur verloren, falls er ihn jemals besessen hat, so beginnt er ihn häufig langsam, Stück für Stück, zu verlieren. So schreitet mit der Zeit die Entfremdung von der Natur voran, bis er sich von ihr soweit entfremdet hat, dass er sie entweder beginnt zu romantisieren oder zu fürchten. Dabei ist seine Einstellung zur Natur häufig davon abhängig, welche Nachrichten und Medien er konsumiert und wie in ihnen über die Natur, Wildtiere und mögliche Chancen oder Gefahren berichtet wird.

Ich Erdling 17: Vom Dorf

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Idyllisch liegt das Dorf zwischen Wäldern oder Feldern, inmitten der Natur. Wildtiere streifen in der Umgebung umher, Insekten summen ihr Lied und die Vögel singen zur Begrüßung des Morgens auch ein wunderschönes Lied. Ach, was für ein schönes Bild. Doch diese Vorstellung trügt. Keiner, der einen realistischen Blick für die Dörfer in Deutschland hat, wird das typische deutsche Dorf, in diesem idyllischen Bild wiederfinden. Doch warum hält sich trotzdem immer noch diese „romantische“ Vorstellung von Dörfern in den Köpfen der Menschen? Liegt es vielleicht daran, dass viele, die solch einen verklärten Blick auf die Dörfer haben, selten auf dem Land und in den Dörfern sind? Liegt es daran, dass viele Städter Dörfer nur kurz, für einen Tagesausflug oder für einen Erholungsurlaub besuchen und deshalb mehr im Schein als im Sein schwelgen?

Ich Erdling 16: Dunkle Flecken in der Vergangenheit

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Blicke ich auf mein vergangenes Leben zurück und beschäftige mich eingehend mit ihm, so stelle ich fest, dass es dunkle Flecken in ihm gibt. Bei diesen dunklen Flecken handelt es sich meist um Taten, für die ich mich rückblickend schäme oder bei denen mir schlecht wird, wenn sich die Erinnerungen an diese Momente bildhaft vor meinem inneren Auge manifestieren. Der Grund dafür ist, dass ich selbst nicht mehr verstehen kann, wie ich zu den besagten Taten fähig war. Dass ich im Rückblick diese Taten als dunkle Flecken wahrnehme, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich mich im Laufe meines Lebens weiterentwickelt und meinen Horizont erweitert habe, wodurch ich jetzt bestimmte Dinge mit anderen Augen sehe. Darüber hinaus nehme ich meine vergangenen Taten, als besonders arg war, wenn sie meinen eigenen Prinzipien zuwider liefen und ich mich selbst fragen muss, warum ich in dieser oder jener Situation nicht meinen Prinzipien treu geblieben bin.

Ich Erdling 15: Vom Sterben der Fantasie

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Fantastische Welt ziehen vor meinem inneren Auge vorbei. In meinem Geiste sehe ich zauberhafte Wesen und Gegenden, aber auch Orte der Verdammnis und des Todes ziehen, als würde ich sie wirklich sehen, an ihm vorbei. Ich sehe Handlungsweisen und Taten von Menschen und deren Auswirkungen. Dank meiner Fantasie gelingt es mir leicht, mich in die Rolle der verschiedensten Wesen und selbst der Umwelt zu versetzen. Dadurch kann ich fast körperlich all die Schmerzen, die Menschen durch ihre Taten eigentlich allem, was sie umgibt, zufügen, spüren. Unter Zuhilfenahme meiner Fantasie spüre ich fast körperlich den durch die Menschen verursachten Schmerz und das Leid, das sie anderen Lebewesen, sein es Art fremde oder Art eigene, verursachen. Erst die Fantasie ermöglicht es mir, Empathie mit allen Lebewesen, und vielleicht sogar der Welt als ganzes, zu empfinden. Ohne die Fantasie wäre mir das nicht möglich, denn dann gelänge es mir nicht, mich in sie hineinzuversetzen.

Ich Erdling 14: Von der Crux einen guten Text schreiben zu wollen

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Ein leeres Blatt Papier oder ein beinah leerer Bildschirm vor mir. In meinem Kopf die Ahnung von einer Idee für einen möglicherweise guten Text. Das einzige, was mir eigentlich zu tun bleibt, ist die Ahnung zur Gewissheit werden zu lassen, die Idee in Worte zu fassen und niederzuschreiben. Ach, wenn das doch nur so einfach wäre.
Doch das Finden und niederschreiben der Worte fällt mir nicht leicht, da ich nach Möglichkeit einen Text schreiben möchte, der sowohl mich, als auch mögliche andere Leser anspricht und darüber hinaus auch gut verständlich und unterhaltsam ist. Es sollte nach Möglichkeit ein Text sein, der mir Freude während des Schreibens und Lesens bereitet und eventuelle andere Leser fesselt, und mit Dingen konfrontiert, die sie zum Nachdenken anregt. Was brächte einem Leser denn auch ein Text, den er nur der Unterhaltung oder des Zeitvertreibs wegen läse, ohne das er aus diesem Text etwas für sein Leben mitnähme?
Wie sollte man nun beginnen, einen Text zu erschaffen, der einen selbst und mögliche andere Leser begeistert und darüber hinaus auch zum Nachdenken anregt?

Ich Erdling 13: Über Brandings oder wie wir unsere Seelen verkaufen

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Deutlich prangert das Logo des Herstellers bzw. der Marke auf dem Produkt. Es ist zentral und gut sichtbar platziert. Es ist dieses Zeichen, das manchmal der einzige Grund ist, dass sich ein Konsument ein bestimmtes Produkt leistet. Das Logo einer Marke oder eines Herstellers, ist dabei das Symbol, dass der ein oder andere Konsument wie ein Verdienstabzeichen, das er für besondere Leistungen erhielt, trägt. Er trägt es, als machte ihn das Logo zu einem besonderen Menschen, zu einem Menschen, der aus der Masse heraussticht. Doch wie kommt es dazu, dass ein Logo solch eine Macht auf manchen Konsumenten ausübt?

Ich Erdling 12: Wann ist eine Freundschaft tot?

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Menschen betreten und verlassen tagtäglich unsere Leben. Manche von ihnen werden erst zu Bekannten und schließlich, mit der Zeit, zu Freunden. Andere verlassen das eigene Leben dagegen so schnell wieder, wie sie es betraten. Von diesen Menschen kennt man vielleicht das Äußere und ihre Namen, aber nichts, was wirklich wichtig ist.

Ich Erdling 11: Was bringen Dokumentarfilme?

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Ab und an schaue ich mir im Kino, online oder im Fernsehen Dokumentarfilme an. Das mache ich immer, wenn mich das Thema des betreffenden Dokumentarfilms interessiert und ich mir weitergehende Informationen durch den Film verspreche. Doch immer häufiger beschleicht mich, wenn ich mir Dokumentarfilme anschaue, vor allem wenn es sich um gesellschaftskritische Dokumentarfilme handelt, der Gedanke, dass die Menschen, die es am nötigsten hätten, sich solche Filme anzuschauen, dies nicht tun.

Ich Erdling 10: Mein Weg in den Minimalismus

Geschätzte Lesezeit: 27 Minuten

Wie ich schon in den verschiedensten Kolumnen anklingen ließ, so befasste ich mich in den letzten drei Monaten etwas ausgiebiger mit dem Thema Minimalismus. Ich tat dies, indem ich so vorging, wie ich eigentlich immer vorgehe, wenn ich mich an ein neues Thema herantaste. Ich las mich ein. Ich las die verschiedensten Internetquellen und einige Bücher. Doch das war nicht alles, was ich diesmal tat. Nein, diesmal näherte ich mich zum ersten Mal einem für mich neuem Thema an, indem ich verschiedene Podcasts zum Thema hörte.

Ich Erdling 09: Wenn Musik zum Hintergrundrauschen verkommt

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Überall läuft Musik. Sie begleitet uns mittlerweile beim Einkaufen, beim Wandern, beim Arbeiten und zuhause. Man könnte regelrecht meinen, dass Musik inflationäre Verbreitung gefunden hat, was meiner Meinung nach auch stimmt. Der Grund für diese, meine Einschätzung ist, dass wir mittlerweile fast immer und überall von Musik umgeben sind.

Ich Erdling 07: Freundschaft zwischen Männern und Frauen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Ein Thema beschäftigt mich schon seit Jahren. Einst dachte ich, dass das Thema nur einzelne Individuen betrifft, doch ich irrte mich. Dass ich mich irrte, merkte ich mit jedem Jahr, das ich auf dieser Erde verlebte, mehr und mehr. Das Thema, bei dem ich mich irrte, ist, ob Männer und Frauen in unserer Gesellschaft einfach nur befreundet sein können, oder ob sie, wenn sie gemeinsam, alleine Zeit miteinander verbringen, gezwungen sind, übereinander herzufallen, um sich körperlich zu vereinigen.

Ich Erdling 06: Wenn das Leuchten in den Augen verblasst

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

„Die Augen sind die Spiegel der Seele“, heißt es und ich muss sagen, dass der Spruch stimmt. Wobei ich dazu sagen muss, dass sich diese Aussage nicht alleinig auf die Glaskörper der Augen, von denen man i.d.R. häufig nur die Pupille und die Iris sieht, bezieht. Nein! Diese Aussage kommt erst wirklich zum Tragen, wenn man sich die gesamte Mimik eines Menschen ansieht. So strafen die Augen, im Zusammenspiel mit den Lidern, Augenbrauen und noch ein paar zusätzlich Muskeln, z.B. ein Lächeln lügen, wenn nur der Mund das Lächeln formt, aber die Augen nicht mitlachen.

Ich Erdling 05: „Einer alleine kann nichts ändern“

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das Individuum ist klein und unbedeutend, so denkt es selbst zumindest häufig über sich, wenn es darum geht, etwas zu ändern. Dieser Gedanken wird dann u.a. dazu benutzt, keine Rücksicht auf die Umwelt oder andere Menschen zu nehmen, da das Individuum aufgrund seiner Unwichtigkeit weder zum Guten, noch zum Schlechten etwas ändern kann, und es daraus schließt, dass es machen kann, was es will.
Wenn sich das Individuum schon klein und unwichtig fühlt, kommt mit der Zeit meistens noch eine weitere (negative) Charaktereigenschaft des Individuums zum Vorschein, nämlich die, dass das Individuum häufig in den Tiefen seiner Seele ein egoistisches und materialistisches Wesen ist. Ein Wesen, das möglichst im Überfluss leben möchte und auf dem Weg zum Leben im Überfluss, seltenst Rücksicht auf andere oder die Umwelt nimmt. Das Individuum denkt, dass einer von fast acht Milliarden Menschen machen kann, was er denkt, da sein Einfluss auf die Welt, aufgrund der Gesamtanzahl der Menschen, nicht ins Gewicht fällt.
Doch warum denken viele Individuen, dass sie nichts verändern können?

Ich Erdling 04: Die Zurückgelassenen und Verstoßenen

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Viele Menschen legen sich im Laufe ihres Lebens Tiere als (temporäre) Lebensgefährten zu. Sie legen sich Kleintiere, wie Meerschweinchen, Hamster oder Mäuse zu oder etwas größere Tiere wie Katzen und Hunde. Tiere, die häufig mit der Zeit, Vertrauen zu ihren Menschen fassen und ihnen manch einmal jahrelang gute Gefährten sind.
Doch was machen einige Menschen mit ihren treuen Gefährten, die auf sie angewiesen sind, wenn sich ihre Lebensumstände ändern? Nicht selten verschwenden sie kaum einen Gedanken an sie. Das liegt zum Teil daran, dass sie ihre Zukunft planen, ohne einen Gedanken an ihre tierischen Lebensgefährten und Lebensgefährtinnen zu verschwenden, da sie häufig als „Objekte“ betrachtet werden. So skizzieren sie vor ihrem inneren Auge die schönst mögliche Zukunft, in der sie beispielsweise um die Welt reisen, nur um dann später festzustellen, dass ihre tierischen Gefährte keinen Platz mehr in ihrer erhofften bzw. ausgemalten Zukunft haben. So wird schließlich der ehemals treue Gefährte zur Last. Zu einer Last, die einige Menschen einfach zurücklassen, oder verstoßen, womit sie das Vertrauen, dass die Tiere in sie hatten, zerstören, und sie die Tiere nicht selten einem Leben mit ungewisser Zukunft überantworten.

Ich Erdling 03: Vom Wert von Fotos und Bildern

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Wir leben in einem medialen Zeitalter, in dem alle Menschen Medien produzieren und verbreiten können. Jeder kann Texte verfassen, Bilder und Fotos malen bzw. erstellen und bearbeiten, um sie anschließend im Internet zu verbreiten. So kann heute jeder mit seinem Smartphone oder einer einfachen Digitalkamera Fotos oder Filme erstellen, bearbeiten und online verbreiten, denn das Internet, ist das Medium der Wahl für viele Menschen, die selbst Medien generieren und anschließend verbreiten möchten.

Ich Erdling 02: Im Herzen ein (politischer) Punk

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

„Fuck the society.“ Ist das, was ich manchmal denke. Ich denke das häufig, wenn ich wieder merke, dass sich die Gesellschaft nicht weiterentwickelt, bzw. wenn sie sich doch weiterentwickelt, in unvorhergesehen, z.T. für die Umwelt und im Endeffekt dadurch auch für sich selbst, schädlichen Bahnen. So verweilt die Gesellschaft entweder in alten Verhaltensweisen, die sich schon seit Jahrzehnten überlebt haben oder sie adaptieren neue Gepflogenheiten, deren Auswirkungen auf die Gesellschaft sie nicht kennen oder auch nur abschätzen können. Das führt dann z.B. dazu, dass teilweise neue Technologien eingeführt werden, deren Verwendung dem Gedanken einer offenen und aufgeklärten Gesellschaft Hohn sprechen, da sie entweder die Nutzer in einer Scheinwelt halten oder bevormunden. Darüber hinaus werden teilweise Technologien und Produkte in den Markt gedrückt, deren Rohstoffe bzw. die Art der Rohstoffgewinnung, wenn nicht gar die Produkte selbst, schädlich für die Umwelt sind, so dass sie einer nachhaltigen Gesellschaft, die wir anstreben müssen, da wir nur diesen einen Planeten haben, der uns Leben spendet, entgegenstehen.

Ich Erdling 01: Frohes neues Jahr

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und schon, haben die ersten Menschen ihre guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Sie haben sich in ihren Alltag geflüchtet und weiter gemacht, wie sie es schon seit Tagen und Jahren taten. Darüber hinaus haben viele Menschen das neue Jahr damit begonnen, so zu feiern, als gäbe es kein nächstes. Sie feierten mit Alkohol, Böllern und Raketen, als könnte es das letzte Jahr der Menschheit sein. Sie feierten mit all den Dingen, die unsere Welt mal langsam mal schneller, aber dennoch kontinuierlich zu einem postapokalyptischen Ort machen. Zu einem Ort, an dem irgendwann kein glückliches und nachhaltiges Leben mehr möglich ist, da nur noch Zerstörung und Leid existiert. Geht es nämlich so weiter, wie bisher, wird es irgendwann keine unberührte Natur mehr geben, sondern nur noch Ödnis und sterile, „künstlich“ am Leben gehaltene Gärten, die der Natur mehr Hohn als Leben spenden, da jede Pflanze zurecht gestutzt wird, wodurch sie den Tieren kein Leben und keinen Unterschlupf mehr spenden kann.

Ich Erdling 00: Einleitung

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das alte Jahr geht zu Ende. Ein neues Jahr steht vor der Tür. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt ein neues Projekt in Angriff zu nehmen. Ein Projekt, in dem ich all die ganzen Gedanken, die mir tagtäglich durch den Kopf streifen als Grundlage für eine wöchentliche Kolumne nehme. Als Basis für kurze Texte, in denen ich mich mit alltäglichen Dingen auseinandersetze. Mit Dingen und Begebenheiten, denen man tagtäglich in unserer Gesellschaft begegnet.
Warum ich gerade solch ein Projekt in Angriff nehmen möchte, wird sich der ein oder andere vielleicht jetzt fragen. Die Antwort auf diese Frage ist aus meiner Sicht recht einfach. Die Antwort ist, dass ich verdammt gerne Texte schreibe, nur in letzter Zeit kaum noch dazu kam, diesem, meinem, Hobby nachzugehen. Darüber hinaus begannen sich bei mir die Notiz- und Gedankenzettel zu stapeln, auf denen ich viele Dinge, die mich Tag ein Tag aus beschäftigten, festhielt, um mich später schriftlich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Vom Sterben einer Gemeinschaft und Gruppierung

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Mit zwei Bekannten sitze ich in einem Lokal, an einem Tisch. Die anderen Tische sind unbesetzt. Wir sind die einzigen Menschen im Lokal. Neben uns steht ein Tablett mit belegten Brötchen und einige Kisten mit Getränken. Wir warten. Auf wen? Das ist die Frage, die sich uns stellt, denn wir wissen nicht, wer noch kommt, wenn überhaupt noch jemand kommt.

Der Blick zurück

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Ich bin alt geworden. Jahrzehnte verlebte ich schon unter dieser Sonne, auf dieser Erde. Ich erlebte, wie die Erde trotz oder gerade wegen des technischen Fortschrittes von einem „wilden Paradies“ zu einer feindlichen Ödnis wurde. Ich blicke zurück auf ein Leben, in dem sich Leichenberge stapeln und ich, durch meine Lebensweise, dem Teufel die Hand schüttelte und ihm ein treuer Diener war.

Leben zwischen den gesellschaftlichen Schichten oder ich als Fremdkörper in der Gesellschaft

Geschätzte Lesezeit: 24 Minuten

Vorwort

Im Laufe meines Lebens durchlief ich verschiedene gesellschaftliche Schichten. Ich „stieg“ durch sie hindurch, auf meinem Bildungsweg, auf meiner Suche nach Wissen und Erkenntnis. Ich durchlief sie, auf meinem Weg von der Hauptschule bis zum Abschluss meines Studiums.
Auf diesem Weg, durch die gesellschaftlichen Schichten, schloss ich Freundschaften mit einigen Vertretern der einzelnen gesellschaftlichen Schichten. Zu meinem Leidwesen muss ich leider gestehen, dass fast alle Freundschaften, die ich auf meinem Weg durch die Schichten schloss, nur temporäre Freundschaften waren. Es waren Lebensabschnittsfreundschaften, die häufig und manchmal zu meinem Leidwesen, nur solange hielten, wie man sich fast täglich sah. Häufig verliefen sich die Freundschaften, wenn der gemeinsame Lebensabschnitt endete, und jeder seine eigenen Wege beschritt. Das Glück, eine „wahre“ Freundschaften zu führen, die über Jahrzehnte hält, eine Freundschaft, die bestand über alle gesellschaftlichen Schichten und über jegliche räumliche Distanz hat, war mir leider nicht vergönnt.
Trotz, dass es mir nicht vergönnt war, Freundschaften zu führen, die von Dauer waren, so lernte ich doch in jeder der gesellschaftlichen Schichten, die ich in meinem Leben durchlief, Menschen kennen, deren Wesen und Lebensart ich zu schätzen und achten lernte. Doch abgesehen von diesen Menschen gab es viele andere. Es gab Menschen, deren Art und Weise mir zuwider war und ich stellte fest, das bestimmte Einstellungen, in bestimmten gesellschaftlichen Schichten, vermehrt vorkamen, während andere Einstellungen scheinbar von allen gesellschaftlichen Schichten geteilt wurden. Natürlich gab es dabei auch Ausnahmen von der Regel, doch die waren leider selten.

Aus diesem Grund möchte ich hier folgend über meine subjektive Einschätzung, der verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, die ich im Laufe meines Lebens durchlief, berichten. Dabei sei noch einmal gesagt, dass meine Beobachtungen keinesfalls auf alle Vertreter der einzelnen gesellschaftlichen Schichten zu treffen und komplett subjektiv sind, denn etwas anderes zu behaupten wäre falsch und anmaßend.

Von der Technikgläubigkeit der Menschen – Eine Streitschrift

Geschätzte Lesezeit: 13 Minuten

Geht man durch die Straßen der westlichen Welt, begegnet man Menschen, die ihr ganzes Leben von technischen Geräten bestimmen lassen. Man begegnet Menschen, bei denen man den Eindruck gewinnt, dass sie nicht mehr selbst denkende und fühlende Wesen sind, sondern von einer künstlichen Intelligenz gesteuerte Maschinen. Zu den Eindruck gelangt man, da sich diese Menschen häufig nicht mehr auf ihren Verstand, ihre Gefühle und die Gesetze der Logik, mit denen sie die zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung nachvollziehen können, verlassen, sondern diese Aufgaben an Maschinen auslagern. Dieses Verhalten ist besonders auffällig beim Umgang dieser Menschen, mit neuen Technologien und technischen Geräten. Mit neuen Technologien, deren Funktion die Wenigsten verstehen, denen sie aber blind vertrauen und nur allzu selten hinterfragen.

Ein Eichhörnchen beobachtet – Teil 5 – Die egoistische und materialistische Gesellschaft

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Immer wenn ich mit meinem Menschen durch die Straßen gehe, sehe ich Menschen die ihrem Materialismus und ihrem Wohlstand frönen. Ich sehe, wie sie sich über Statussymbole profilieren und ihren Egoismus auf Kosten anderer Lebewesen und der Umwelt ausleben. Sie interessiert nicht, wenn für ihre nicht existenziell notwendigen Bedürfnisse das Leben von Lebewesen und Menschen zerstört wird, und dass sie dazu beitragen, die Lebensgrundlage der nachfolgenden Generationen nachhaltig zu zerstören. Das Einzige, das diesen Menschen wichtig zu sein scheint, ist, dass sie sich für ihr materielles Wesen feiern lassen können. Sie können sich in der Beachtung, die sie für ihre Besitztümer bekommen, sonnen, denn leider sind nicht die Vernunft, die Nächstenliebe, ein nachhaltiger Lebensstil oder auch nur das logische Denken, Dinge, für die man Anerkennung in der westlich geprägten Generation erhält. Nein! Anerkennung bekommen die meistens Menschen scheinbar nur für das, was sie auf dem Konto haben, und das für das sie es zum Teil rausschmeißen.

Warum Datenschutz und Datenvermeidung wichtig für eine aufgeklärte Gesellschaft sind

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Redet man in diesen Tagen mit den verschiedensten Menschen über Datenschutz, so erntet man meistens genervte Reaktionen. Die Menschen sind genervt, da sie sich im Moment, aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), aktiv mit Datenschutz auseinandersetzen müssen, und das für einige das erste Mal ist, dass sie sich mit diesem Thema aktiv beschäftigen müssen. Dabei ist Datenschutz wichtig und ich finde es gut, dass sich jetzt viele Menschen mal aktiv mit dem Thema Datenschutz auseinander setzen müssen. Der Grund dafür ist, dass ein Mensch meiner Meinung nach nur ein wirklich aufgeklärtes Leben führen kann, wenn er weiß wie seine Daten verwendet werden und wie Firmen und Staaten die Daten nutzen.

Doch vielleicht sollte ich das Thema Datenschutz und Datenvermeidung  betreffend etwas weiter ausholen. Vielleicht sollte ich mit dem Roman „1984“ von George Orwell, der 1949 veröffentlicht wurde, beginnen. Aus diesem Roman stammt die bekannte Ausdrucksweise „Big brother is watching you.“ Wobei der „große Bruder“ der Staat bzw. der Führungsapparat des Staates ist, der alle Bürger überwacht und überprüft, ob sie sich Linientreu verhalten. Die Überwachung der Bürger findet dabei allumfassend statt, so dass schon bei kleinsten Abweichungen vom „normalen“ Verhalten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, um diese Verhalten zu unterbinden. Darüber hinaus findet eine Manipulation der Bürger statt, indem sie durch Propaganda auf die politische Linie des Regierungsapparates eingeschworen werden.

Einfache Schritte zum nachhaltigeren Leben – Kapitel 10: Kampf dem Rebound-Effekt

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Beschäftigt man sich mit dem Thema „nachhaltiger Leben“ kommt man über kurz oder lang nicht am Thema Rebound-Effekt vorbei. Der Rebound-Effekt, der alle Bemühungen der Ressourcenschonung und Energieeinsparung z. T. oder gar gänzlich zunichte macht.
Die Ursache für den Rebound-Effekt ist dabei primär im menschlichen Verhalten und den menschlichen Ansprüchen zu sehen, die sich ändern, wenn die Nutzung eines Gerätes „günstiger“ wird. Beim Rebound-Effekt unterscheidet man dabei zwischen zwei Arten, nämlich den direkten und den indirekten Rebound-Effekt. In diesem Beitrag möchte ich zuerst die beiden Arten des Rebound-Effektes, sowie ihre möglichen Ursachen aufzeigen, bevor ich mich in einem zweiten Schritt dem Punkt des Vermeidens bzw. dem „Bekämpfen“ des Rebound-Effektes zuwende.

Grafische Darstellung des Bereichs des Rebound-Effektes

Einfache Schritte zum nachhaltigeren Leben – Kapitel 9: Energieverbrauchskennzeichnungen geben nur die halbe Wahrheit wieder

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Ein Mittel, mit dem die Politik den Verbraucher / Konsumenten zum nachhaltigeren Konsum „erziehen“ möchte, sind Energielabels. Die Energielabels sollen dabei den Verbraucher zeigen, welches Produkt besonders ressourcenschonend betrieben werden kann. Soweit zumindest die Idee. In der Praxis sieht es damit schon etwas anders aus. Der Grund dafür ist, dass die Idee mit den Energieverbrauchskennzeichnungen, wie „Energielabel“ im Fachjargon heißen, in der Umsetzung recht mangelhaft ist. Der Grund dafür ist u.a. in der Lobbyarbeit von vielen Industriebetrieben zu sehen, die bei den meisten Produkten durchsetzten, dass nicht der absolute Verbrauch eines Produktes betrachtet wird, sondern der Relativeverbrauch bezogen auf eine produkttypische Größe. Diese produkttypische Größe kann z.B. bei Fernsehern und Monitoren die Auflösung und die Bildschirmdiagonale sein, bei Leuchten, die Beleuchtungsstärke, oder bei Autos, dass Gewicht.

Einfache Schritte zum nachhaltigeren Leben – Kapitel 8: Schaffe Plätze, an denen die Natur natürlich sein kann

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Eine Krankheit unserer Gesellschaft ist, dass von vielen Menschen die Natur nur als schön empfunden wird, wenn sie „zurechtgestutzt“ ist. So gibt es Menschen, die wöchentlich ihren Rasen mähen, jede Hecke in Form zwingen und jeden ungewünschten Trieb entfernen. Doch nicht nur wir Menschen, in unseren Gärten, tragen die Insekten und Pflanzenvielfalt zu Grabe. Nein, auch unsere Landwirtschaft, die sich auf große Flächen mit Monokulturen spezialisiert hat, ist der Tot der Insekten und aller Tiere, die sich an den Insekten laben. Die „sterilen“ Gärten und die Monokulturen bietet den Tieren, die die „wilde“ Natur als ihren Lebensraum brauchen, keinen Rückzugsort und keine Nahrung mehr. So sterben Bienen und Schmetterlinge nach und nach aus, und die Schönheit der Natur, die man vielleicht einmal aus seiner Kindheit kannte, gibt es vielleicht bald nicht mehr.

Bitte singt keine politischen Lieder mit

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Ein Punk-Rock-Konzert. Die Band singt politischen Punk-Rock. Sie singt davon, nicht weg zusehen, und davon, wie wir Menschen die Erde zerstören. Sie singen davon, was wir Menschen alles Falsch machen, und wie wir unserer Erde zerstören. Sie singen davon, dass sie nicht mehr hier (auf diesem Planeten / in dieser Gesellschaft), mit all der zur Schau gestellten Dummheit leben wollen. Und ihr singen mit!

Über das berufliche Aufsteigen

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Es gibt Menschen, für die es nichts Wichtigeres als den beruflichen Aufstieg gibt. Diese Menschen fragen sich dann häufig nicht, ob ihnen der angestrebte Beruf überhaupt Spaß machte, oder ihnen Erfüllung gebe. Nein, ihnen geht es häufig nur um den „Status“ der mit dieser höheren Position verbunden ist. Doch wie gelingt es einem in der Firmenhierarchie aufzusteigen, bzw. wie werden die Vorgesetzten auf einen aufmerksam und bieten einem die Chance zum Aufstieg?

Einfache Schritte zum nachhaltigeren Leben – Kapitel 7: Aus, was man nicht braucht

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Wir leben in einer hoch technisierten Gesellschaft, in der wir tagtäglich von morgens bis abends von allerlei Geräten umgeben sind. Doch nicht nur, dass wir von den Geräten umgeben sind, nein, wir lassen viele der Geräte auch noch von früh bis spät laufen, auch wenn wir sie nicht aktiv nutzen. Dabei müsste eigentlich den meisten Menschen bekannt sein, dass die Benutzung der meisten technischen Geräte, zum einen durch die Energie, die sie benötigen, und die ihnen entweder in elektrischer oder chemisch gebundener Form (z.B. Benzin) zur Verfügung gestellt wird und zum anderen durch die Gewinnung der Rohstoffe, die für ihre Herstellung benötigt werden, eine negative Auswirkung auf die Umwelt haben.

Einfache Schritte zum nachhaltigeren Leben – Kapitel 6: Don’t take drugs

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Die Überschrift dieses Beitrages bezieht sich auf zwei Arten von „drugs“ zum einen Drogen, sein es legale oder illegale Drogen, und zu anderem auf Medikamente. Wobei sich bei dieser Zuordnung der ein oder andere sicher fragen wird, warum der Umgang bzw. das Nehmen von Drogen und Medikamenten sich negativ auf die Umwelt auswirken und deswegen einen nachhaltigen Lebensstil im Wege stehen sollte.

Die Beerdigung

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Die Sonne scheint, an diesen doch eigentlich traurigen Tag. Die Kirchenbänke sind alle besetzt, die Empore auch schon voll und es versuchen immer noch Menschen in die Kirche zu kommen. Doch nicht alle finden Platz. Die Menschen sammeln sich vor der Kirche und es werden Lautsprecher aufgestellt, damit all die Menschen, die kamen, um Abschied zunehmen und keinen Platz mehr in der Kirche fanden, der Todesandacht lauschen könnten.